Bei Männern, die sterilisiert (Samenleiterdurchtrennung) worden sind, besteht durchaus die Möglichkeit der Refertilisierung, d.h. Rückgängigmachen dieses Eingriffs.

Die Sterilisation durch Unterbrechung der Samenleiter (Vasektomie) ist die sicherste Methode zur Verhinderung der Zeugung. Die unterbrochenen Samenleiter können allerdings durch einen mikrochirurgischen Eingriff wieder miteinander verbunden werden. Bis zur einer Dauer von 15 Jahren nach Samenleiterdurchtrennung ist mit einer Durchgängigkeit der Samenleiter nach der Operation von 80% zu rechnen

Operationsverfahren
Der Eingriff erfolgt in Allgemeinnarkose über zwei kleine Schnitte am Hodensack. Die Samenleiterenden werden aufgesucht und freigelegt. Nach Prüfung auf Durchgängigkeit und Samenzellen in der Samenflüssigkeit intraoperativ erfolgt die Wiederherstellung der Durchgängigkeit durch Zusammennähen der Samenleiterenden unter dem OP-Mikroskop. Die Naht erfolgt ein- oder zweischichtig mit 9.0-10.0 Fäden (sehr feine, mit dem bloßen Auge kaum zu sehende Fäden) (s. Abb. 1). Das Nahtmaterial zum Verschluss der Haut ist selbstauflösend. Zum Abschluss der OP wird ein Druckverband auf den Hodensack angebracht.

Aufklärungsbogen zur Refertilisierung beim Mann

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